Physikalische Therapie

Unter dem Begriff Physikalische Therapie wird der Einsatz physikalischer Faktoren (z. B. Licht, Wärme, Kälte, Strom, Schall) für medizinische Zwecke verstanden. Ziel ist eine Schmerzlinderung sowie eine Entzündungshemmung aufgrund von Überlastung, Verletzungen oder degenerativ-rheumatischen Prozessen. Durch die verschiedenen Reizformen der physikalischen Therapie kann der gestörte Stoffwechsel aktiviert werden.

 

In unserer Praxis stehen hierzu verschiedene Behandlungen zur Verfügung:

 

  • Stoßwellentherapie (ESWT)
  • Ultraschalltherapie
  • Hydrojet
  • Elektrotherapie (u.a. TENS)
  • Lasertherapie
  • DTS (Dynamische Tiefen Stimulation)

Das StimaWell® (120 MTRS System) ist ein Elektrotherapie-System, das speziell für den Einsatz am Rücken entwickelt wurde. Über die Stimulationsmatte werden wohltuende Wärme und sanfte Elektrostimulation zu einem innovativen Gesamtpaket kombiniert.

ACP®-Therapie

Für die Behandlung der Arthrose oder auch von Verletzungen an Muskeln, Sehnen und Bändern gibt es seit einiger Zeit eine Alternative zu den herkömmlichen Therapien. Mit Hilfe von sogenanntem Autologem Conditioniertem Plasma (ACP®) können Schmerzen bei Arthrose gelindert und die Heilung bei Verletzungen des Bewegungsapparates beschleunigt werden.
Eine kleine Menge Blut wird wie für eine Blutuntersuchung aus der Armvene entnommen. Durch ein spezielles Trennverfahren wird der Teil des Blutes gewonnen, der körpereigene regenerative und Arthrose hemmende Bestandteile enthält, die an das Gelenk injiziert werden.

 

Patienteninformation (PDF -Datei)

Stoßwellen in der medizinischen Anwendung sind spezielle akustische Druckwellen mit hoher Energie. Sie werden in der Tiefe des Körpers gebündelt (fokussiert) und können so ihre biologischen Wirkungen entfalten. Zu ihren wesentlichen Wirkungen zählen die Einsprossung von neuen Blutgefäßen, die Resorption von Kalkdepots und die Ausschüttung von Botenstoffen, wodurch sowohl körpereigene Reparaturprozesse eingeleitet als auch durchblutungsfördernde Effekte stimuliert werden. Die Stoßwellentherapie kann bei vielen orthopädischen Krankheitsbildern erfolgreich eingesetzt werden, insbesondere bei der Kalkschulter, beim Tennisellbogen und beim Fersensporn.

Gute Ergebnisse existieren auch bei der Behandlung von chronischen Sehnenüberlastungssyndromen und -reizungen (z. B. Kniescheibensehne, Achillessehne) und bei muskulären Schmerzsyndromen. In der Regel erfolgen 3-5 Behandlungen in wöchentlichen Abständen. Die Nebenwirkungen der Stoßwellentherapie sind insgesamt sehr selten: Hautrötung, selten Blutergüsse, kurzfristige Schmerzverstärkung. Die ESWT sollte bei folgenden Erkrankungen nicht angewendet werden: bösartige Tumoren, Entzündungen, Blutgerinnungsstörungen, offenen Wachstumsfugen im Behandlungsgebiet, im Bereich lufthaltiger Organe (Lunge/Darm), bei Schwangerschaft oder bei Herzschrittmacherpatienten.

Die Kosten der Stoßwellenbehandlung in der Orthopädie werden von der gesetzlichen Krankenkasse in der Regel nicht übernommen.

Lasertherapie

Natürlich heilen mit der Kraft des Lichtes – bei chronischen und akuten Schmerzen

 

Die Lasertherapie ist eine Behandlung mit energiereichem Licht, die hohe Lichtmengen in das Gewebe einbringt. Dadurch kann Heilung nachhaltig angeregt werden. Wegen ihrer heilungsfördernden und schmerzstillenden Wirkung hat sich die Lasertherapie auf vielen medizinischen Gebieten bewährt.

Akupunktur

Nach Auffassung der Chinesischen Medizin entstehen Krankheiten durch sowohl innere wie äußere Einflüsse auf den harmonischen Fluss des Qi, ein Begriff, der weit mehr umfasst als die häufige Übersetzung mit „Lebensenergie“ und auf den funktionellen Aspekt von Erkrankungen verweist. Diese Zusammenhänge finden sich im Konzept der Leitbahnen (früher Meridiane) wieder, anhand derer dann die Behandlungskonzepte entwickelt werden: die Verteilung des Qi lässt sich nämlich an spezifischen Punkten z. B. mit feinen Nadeln beeinflussen: dann sprechen wir von Akupunktur.

 

Akupunktur hat eine ganze Reihe wichtiger und guter Einsatzmöglichkeiten.
Eine Akupunkturbehandlung ist zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen aber nur gestattet, sofern mindestens seit einem halben Jahr bestehende Schmerzen an:

 

  • der Lendenwirbelsäule oder durch
  • Kniegelenksarthrose vorliegen.

 

Private Krankenversicherungen decken in der Regel die Kosten gemäß der Gebührenordnung Ärzte (GOÄ), d. h. zur Behandlung von Schmerzen (z. B. Kopfschmerzen, Schulterschmerzen, chronische Nackenbeschwerden etc) oft aber auch zur Behandlung von anderen Erkrankungen.

Bei der sogenannten Hydrojet-Massage liegt der Körper auf einer mit warmem Wasser gefüllten Membran, gegen die pulsierende Wasserstrahlen gerichtet werden. Im Hydrojet strahlen die Wärme und die Kraft des Wassers bis in tiefe Gewebeschichten und fördert die Durchblutung, aktiviert den Stoffwechsel, lockert die Muskulatur, löst Verspannungen und Verhärtungen.

Die elektrische Nervenstimulation, Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS), ist eine gefahrlose und weitestgehend nebenwirkungsfreie Methode, über das Nervensystem körpereigene Schutz- oder Kontroll- und Regelmechanismen anzusprechen, die im Körper normalerweise wirksam, aber z. B. durch Krankheit geschwächt sind. Hierdurch wird eine Schmerzlinderung erreicht. Das TENS-Gerät ist gefahrlos anzuwenden und wird von den meisten Patienten gut vertragen. Nach einer Einweisung kann der Patient die Behandlung bequem zu Hause durchführen. Die Behandlungsmethode ist sehr erfolgreich, wenn der Patient aktiv mitwirkt und das TENS-Gerät im notwendigen Umfang einsetzt.

Ultraschall

Mit Ultraschall bezeichnet man Schall mit Frequenzen oberhalb des Hörfrequenzbereichs des Menschen (ca. ab 16 kHz). Die Ultraschalltherapie arbeitet in einem Frequenzbereich von 0.8 bis 3 MHz und bewirkt eine Schmerzlinderung, unterstützt Selbstheilungsprozesse und fördert den Stoffwechsel sowie die Durchblutung. Der therapeutische Ultraschall wird in der Orthopädie und Sportmedizin hauptsächlich bei akuten oder chronischen Erkrankungen des Stütz- oder Bewegungsapparates angewandt, z. B. bei Schleimbeutelentzündungen, Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen, Prellungen oder Zerrungen. Bei der (Ultraschall-) Phonophorese wird ein Medikament wie z. B. Diclofenac in einem Gel, als Kontaktmedium verwendet und so mittels Ultraschall ins Gewebe transportiert. Die Behandlung erfolgt ein bis mehrmals pro Woche.